Neue Grenzwerte für die baumartspezifische Kalibrierung

Basierend auf den interpretierten Messwerten der Sensoren und den gesetzten Grenzwerten wird in der Cloud der Baumstatus berechnet und in den Ampelfarben angezeigt. So lässt sich schnell erfassen, wie es um die Gesundheit der überwachten Bäume steht. Mit der neuen Cloud-Version gibt es für Pulse-Sensoren zwei wichtige Neuerungen: den baumartspezifischen Feuchtigkeitsindex und automatisch angepasste Grenzwerte.
Der baumartspezifische Feuchtigkeitsindex
In der neuen Cloud-Version kann der Feuchtigkeitsindex für Pulse-Sensoren baumartspezifisch angezeigt werden. Bisher basierte die Umrechnung von Temperatur und Widerstand in den TreeSense Feuchtigkeitsindex auf einer einzelnen Baumart – der Schwarzpappel. Wir haben den Zusammenhang zwischen Temperatur, Widerstand und Feuchtigkeit experimentell für verschiedene Baumarten ermittelt und daraus baumartspezifische Feuchtigkeitsindizes abgeleitet. In den Einstellungen der Cloud kannst du wählen, ob die alte Schwarzpappel-Kalibrierung oder die baumartspezifische Kalibrierung verwendet werden soll.
Angepasste Grenzwerte für die baumartspezifische Kalibrierung
In der alten Schwarzpappel-Kalibrierung (Standard bis Juni 2026) sind die Schwellwerte standardmäßig wie folgt gesetzt: über 70 % grün (kein Trockenstress), 70–50 % orange (am Austrocknen), unter 50 % rot (Trocken). Diese Grenzen haben sich in der Praxis als gute Richtwerte für die Bewässerungsempfehlungen bewährt. Bei Verwendung der spezifischen Kalibrierung werden die Grenzwerte automatisch so angepasst, dass das Ampelverhalten der alten Version nahe kommt. Das bedeutet: Bei gleichem Widerstand ergeben sich in etwa die gleichen Handlungsempfehlungen, allerdings mit veränderten Werten für den Feuchtigkeitsindex.
Folgende Grafik veranschaulicht schematisch, wie die Grenzwerte für empfohlene Bewässerung und notwendige Bewässerung von der alten (70 % bzw. 50 %) auf die neue, baumartspezifische Kalibrierung übertragen werden.

Die Anpassung der Schwellen basiert auf den Kalibrierungskurven bei 15 °C, in etwa der durchschnittlichen Temperatur während der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst in Deutschland. Zunächst bestimmen wir über die alte Kalibrierungskurve die Widerstandswerte, die den bisherigen Grenzwerten von 70 % und 50 % entsprechen. Anhand dieser Widerstandswerte bestimmen wir dann die neuen Grenzwerte aus der baumartspezifischen Kalibrierungskurve.
Mit dieser automatischen Anpassung erreichen wir, dass die Bewässerungsempfehlungen ähnlich bleiben – auch wenn sich die Zahlenwerte ändern. Wie du die Grenzwerte manuell nach deinen Erfahrungswerten anpasst, erfährst du hier: Grenzwerte deiner Bäume manuell anpassen. Wenn du eine gute Konfiguration für eine Baumart gefunden hast, freuen wir uns über dein Feedback.

