Bodentrockenheit durch Klimawandel

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Die aktuelle Dürre in vielen Regionen Europas ist eine Folge des Klimawandels. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der World Weather Attribution (WWA), einem Zusammenschluss aus Klimaforschenden, die untersucht, wie viel Klimawandel in aktuellen Extremwettereignissen steckt. Überraschenderweise ist nicht der fehlende Niederschlag entscheidend für die extreme Dürre, sondern die anhaltenden hohen Temperaturen, wie unter anderem die Tagesschau als auch Die Zeit berichten.

Gestiegende Verdunstung durch hohe Temperaturen

Der Grund liegt in der gestiegenen Verdunstung: Dasselbe Niederschlagsdefizit, das früher keine Dürre ausgelöst hätte, führt heute aufgrund der höheren Verdunstung zu einer Dürre. Obwohl Westeuropa mit einem feuchten Winter ins Jahr startete, zeigten sich bereits im Frühjahr verstärkte Tendenzen zur ungewöhnlichen Austrocknung der Böden. Zwischen April und Juni erhielten große Teile des Kontinents unterdurchschnittlich viel Niederschlag, hinzu kamen mehrere Hitzewellen. Die Folge war Dürre.

Ein selbstverstärkender Teufelskreis entsteht dabei: Heiße Luft trocknet die Böden aus, und trockene Böden machen die Luft noch heißer. Die Klimaforschenden haben quantifiziert, wie sehr der Klimawandel diese Entwicklung verstärkt: Landwirtschaftliche Bodendürren sind in Westeuropa heute etwa fünfmal und in Osteuropa sogar elfmal wahrscheinlicher geworden als vor der Industrialisierung.

Zukunftsprognose

Die weitere Erwärmung verschärft das Problem. Die Prognosen deuten auf eine weitere Erwärmung um 2,8 Grad hin — bei diesem Szenario würde sich der Verdunstungsbedarf nahezu exponentiell erhöhen und die Wahrscheinlichkeit für Dürren verdoppeln. Ohne schnelle Emissionssenkungen könnte Europa auf eine Zukunft zusteuern, in der solch intensive, glühend heiße und trockene Sommer zum regelmäßigen Ereignis werden.

Früherkennung von Bodentrockenheit durch Sensorik

Bodensensorik ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Bodentrockenheit, um präventive Maßnahmen einzuleiten, bevor Schäden entstehen.

Sensoren messen kontinuierlich die Bodenfeuchte und ermöglichen es, den Bewässerungsbedarf exakt zu bestimmen. Dies verhindert sowohl Über- als auch Unterbewässerung und optimiert den Wassereinsatz. In Zeiten von Dürren und Wasserknappheit ist diese Präzision entscheidend, um die knappe Ressource Wasser nicht zu verschwenden und gleichzeitig die Vitalität von Bäumen zu gewährleisten und Ernteausfälle zu vermeiden.

Selber in die Daten schauen: Die Bundesweite Wassersituation auf einen Blick

Das Nationale Wasserwirtschaftliche Informationssystem (NIWIS) bietet eine umfassende Übersicht der Wassersituation in Deutschland. Das System stellt aktuelle und Verlaufsdaten zu Pegelständen, Grundwasserständen und Bodenfeuchtigkeit zur Verfügung und integriert Messdaten von Tausenden Messstationen an Flüssen, Seen und Grundwasserbrunnen bundesweit. Dadurch entsteht eine ganzheitliche Sicht auf die Verfügbarkeit und den Zustand der Wasserressourcen.

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