Die Entwicklung des Pulse S

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Die Geschichte beginnt an der Technischen Universität München, am Heinz-Nixdorf-Lehrstuhl für Biomedizinische Elektronik. Hier entsteht ab 2012 mit Giancarlo (Mitgründer) die Idee zum Pulse S: den Wasserhaushalt von Bäumen mittels elektrischer Impedanz (vereinfacht ausgedrückt: Widerstand) zu erfassen.


Nach erfolgreichem Proof of Concept werden die ersten Prototypen des Sensors entwickelt, damals noch unter dem Namen Pino. Sie kommunizieren über WiFi und sind per Kabel mit zwei leitenden Schrauben verbunden, die als Elektroden dienen. Hinzu kommen externe Sensoren für Temperatur, Lichtintensität und Luftfeuchtigkeit. Ab diesem Zeitpunkt ist auch Julius (Mitgründer) mit an Board und treibt die Entwicklung des Sensors zunächst im Rahmen seiner Masterarbeit voran.

Ende 2018 folgt der erste größere Praxistest: In der Klimakammer werden zehn Pino-Sensoren an insgesamt 15 Kiefernbäumen getestet. Die gewonnenen Erkenntnisse führen direkt zur nächsten Generation.

Pino 2.0 ist ein großer Schritt nach vorn. Der Sensor wird deutlich kompakter, das Solarpanel zur Stromversorgung wird erstmals integriert, alle Elektronik passt ins Gehäuse. Nur noch zwei Kabel führen zu den Elektroden.

In den kommenden Versionen wird der Sensor noch weiter optimiert. Die Elektroden werden in ein separates Bauteil ausgelagert, das sich am Ast befestigen lässt, während der Sensor selbst aufgesetzt wird. WiFi wird durch LoRaWAN ersetzt – für deutlich größere Reichweite und echte Outdoor-Tauglichkeit. Die Lichtintensitäts- und Luftfeuchtigkeitssensoren werden weggelassen.

Im Jahr 2021 ist der Sensor dann verkaufsfertig und erhält seinen heutigen Namen: Pulse S. Seitdem erfasst er zuverlässig die „Herzfrequenz” vieler Bäume.

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