Fallbeispiel: Dendrologische Baubegleitung in Rastatt

Beim Neubau des städtischen Schwimmbadkomplex in Rastatt wird ein Park zwischen Kanal und Fluss umgestaltet, das heißt ein Gebiet mit oberflächennahem Grundwasserspiegel. Die geplanten Aushubarbeiten erfordern das Abpumpen von Wasser, was zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels führt und damit die Bäume des Parks gefährdet. Um Trockenstress bei den vorhandenen Bäumen zu vermeiden, werden die Bäume mit TreeSense Sensorik überwacht.
Projektüberblick und Monitoring
Das Projekt läuft seit April 2025 über die gesamte geplante Bauzeit von 18 Monaten. Die zu überwachenden Bäume umfassen verschiedene Baumarten – darunter Stieleiche, Spitzahorn, Esche, Rosskastanie und Vogelbeere – sowie unterschiedliche Altersklassen von jungen Exemplaren bis zu über hundertjährigen Habitatsbäumen. Um festzulegen, welche Bäume mit Sensorik ausgestattet und kontinuierlich überwacht werden, wurde die Baufläche in Referenzzonen unterteilt und pro Zone ein oder mehrere Referenzbäume ausgewählt.
Auf diese Weise wurden insgesamt 15 Bäume ausgewählt und mit Sensoren versehen. Jeder dieser Bäume ist mit einem TreeSense Pulse-Sensor in der Krone und einem TreeSense Watermark-Sensor mit vier Sonden in den Tiefen 30, 60, 90 und 120 cm ausgestattet.

Mit dieser Sensorausstattung wird ein umfassendes Monitoring ermöglicht: Der Watermark-Sensor erfasst die Bodenwasserspannung in verschiedenen Tiefen und zeigt damit auf, wie die Grundwasserabsenkung die Bodenverhältnisse verändert. Gleichzeitig registriert der TreeSense Pulse-Sensor in der Krone Veränderungen des Wasserhaushalts des Baumes und ermöglicht es, Trockenstress bereits in seinen frühen Stadien zu erkennen, bevor sichtbare Schäden am Baum auftreten.

