Weltwassertag: Warum intelligente Bewässerung jetzt entscheidend ist
Mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit haben keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Doch nicht nur in wasserarmen Regionen wird es eng: Selbst ein wasserreiches Land wie Deutschland, spürt die Auswirkungen des Klimawandels zunehmend. Das zeigt ein aktueller Bericht der Tagesschau zum Weltwassertag.
Weniger Wasser, höherer Bedarf
Klimamodellierungen zeigen auch wasserreiche Gebiete wie Deutschland müssen sich auf zunehmende Trockenheit und Hitze einstellen. Gleichzeitig wird mehr Wasser verbraucht. Höhere Temperaturen erhöhen die Verdunstung, Pflanzen transpirieren mehr Wasser durch längere Wachstumsphasen. Kommt der Niederschlag, kommt er häufiger in Form von Starkregenereignissen, fällt auf ausgetrocknete oder versiegelte Flächen und sickert nicht so gut ins Grundwasser ein. Die Folgen sind weniger verfügbares Oberflächenwasser und geringere Grundwasserneubildung, bei gleichzeigtig höherem Wasserbedarf – ein Wasserdefizit.

Screenshot von Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe: Vorhersage des Grundwasserstands für Anfang April 2026 bezogen auf die Referenzperiode zwischen 1991-2020.
“sehr hoch” bedeuted: der Grundwasserstand ist an dieser Messstelle höher als 90 % aller Werte der gleichen Kalenderwoche in den Jahren 1991-2020.
Bäume brauchen Wasser – aber wie viel?
Bäume sind zentral im Kampf gegen den Klimawandel, da sie CO₂ binden und ihre Umgebung kühlen. Sie dürfen nicht unter Wassermangel leiden, gleichzeitig muss Wasser gespart werden. Die naheliegende Lösung, einfach weniger gießen, funktioniert nicht. Sie würde die Vitatlität von Bäumen gefährden und damit genau jene Lebewesen schwächen, die wir im Klimawandel dringend brauchen.
Die Lösung: Bedarfsgerechte Bewässerung
Die Antwort liegt in der Präzision: Wasser genau dann und in genau der Menge bereitzustellen, die jeder Baum tatsächlich benötigt.
Genau das ermöglicht TreeSense. Sensoren, die direkt an Bäumen oder im Boden angebracht werden, geben kontinuierlich Rückmeldung über den Wasserhaushalt in Baum oder Boden. Auf dieser Basis entstehen präzise Bewässerungsempfehlungen. Diese sind nicht pauschal, sondern bedarfsgerecht. Das ist entscheidend, denn: Manche Bäume sind besonders durstig, andere weniger. Manche Wochen erfordern hohen Bedarf, andere nicht. Ein pauschales Gießschema wird diesen Unterschieden nie gerecht.
Die Ergebnisse: Bis zu 74 Prozent Wassereinsparung
Erfahrungswerte beispielsweise aus dem TreeSense-Projekt mit der Schernthaner GmbH zeigen: Bis zu 74 Prozent der Wassermenge konnten gegenüber einer pauschalen Bewässerung von 100l pro Baum und Woche eingespart werden ohne Einbußen im Wasserhaushalt der Bäume.